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Ein etwas anderer Stierkampf in Sevilla

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Manchmal kommt es anders als man denkt

„Das ist ja wunderbar!“ raunen die Slips Eva, Elena und Erika, als sie die Geschichte der T-Shirts in Australien hören. „Aber wir haben auch spannenden Tage verbracht.“ nickt Eva. „Ja, das war verrückt und mehr als überraschend.“ bestätigt Erika, “wir waren bei einem echten Stierkampf in Spanien, in Sevilla.“ „Oh, das ist ja furchtbar.“ entgegnet Melli entsetzt. „Ja, ich weiß, Tierquälerei,“ erwidert Eva kleinlaut, „aber in diesem Fall hat sich das Blatt gewendet und dem Tier ist wirklich nichts passiert.“ „Ach ja?“ fragt Melli überrascht, „und wie das bitte?“ „Lange Erzählung.“ schmunzelt Erika und fängt an tief einzuatmen: „Das war ein sonderbarer Tag, die Sonne glänzte und das spanische Publikum war richtig in Fahrt, als auf einmal etwas Unfassbares passierte.“

Die drei Slip-Formen für Damen erinnern sich aufgeregt…

Die Menschenmassen waren richtig in Fahrt, sowas haben die Tangas noch nicht erlebt: Frauen in Slip und BH, bemalt mit den Farben ihres Torero-Idols und tobende Männer mit Flaggen und Fan-Trikots. Wilder als jedes Fußballspiel und verrückter als der Karneval in Rio. Verkäufer schreien durch die Menge und versuchen Nüsse und Eis an die Leute zu bringen. Kinder werden auf Schultern getragen, dass auch sie das einzigartige Spektakel verfolgen können. Bepackt mit Dosenbier und Zuckerwatte sind unzählige Stierkampf-Anhänger zur großen Arena gekommen um ihren Matador zu feiern und zu ehren.

Ein lautes Horn ertönt und das Spektakel kann beginnen.

Mit einem lauten Quietschen öffnet sich das Tor der Arena und der mächtige, tonnenschwere Stier wird auf den tollkühnen Torero losgelassen. Elena hält den Atem an: „Hoffentlich verletztStierkampf in Sevilla sich keiner.“ flüstert der Slip kleinlaut. „Aber genau dafür sind wir doch da,“ feiert Eva da Geschehen, „der Stierkämpfer muss den Bullen erledigen, das sind die Regeln.“ Die Unterhosenarten für Damen sind sichtlich angespannt. Ihre Gefühle schwanken zwischen der Lust am Abenteuer und der Angst, etwas wirklich Grausiges zu sehen.

Eva beißt sich auf die Lippen und kneift ihre Augen fest zusammen.

Der Matador sticht die Lanze ein erstes Mal in die dicke, braune Haut des Stiers, welcher schmerzergriffen aufschreit und ein paar Meter zurück setzt. Die Zuschauer sind angetan und schreien triumphieren. Lautstark und ausgelassen sind sie in helle Aufruhr versetzt. Anders als erwartet ist der alte Bulle aber nicht sonderlich beeindruckt und dreht stattdessen gemütlich eine Extrarunde am Rande des Stadions. Der Kämpfer ist irritiert, warum reagiert das Tier nicht aggressiver? Ein weiteres Mal sticht er mit dem bunt geschmückten Speer in das zähe Fell des Rindes, doch dieses lässt sich einfach nicht provozieren. Anstatt angriffslustig zu attackieren, fängt der Bulle an auszuweichen und steigt auf seine Hinterläufe.

Er errichtet sich groß und mächtig.

Die Teilnehmer sind gespannt. Holt er etwa zum Anschlag aus? Der Stier springt auf, macht einen Schritt zurück und fängt an fröhlich auf seinen Hinterbeinen zu tanzen. Die Zuschauer trauen ihren Augen nicht und sind sichtlich amüsiert. Nach und nach ertönt lautes Gelächter und die Stimmung lockert sich.

„Seht ihr das?“…

…fragt Elena kichernd, „der Torero und der tanzende Stier, hätte mir jemand das erzählt, dem hätte ich im Leben nicht geglaubt. Die Tangas fangen an zu lachen. Von links und rechts ist schallendes Gekicher und freudiger Jubel zu hören, nur der Torero ist genervt. Er holt erneut aus und versucht das Tier böse zu verletzen, doch der in die Jahre gekommene Stier rennt ihm einfach davon. Nach etlichen Versuchen, gibt der Matador auf.

Die Niederlage des MatadorsEr legt die Lanze nieder verlässt er die Kampfarena mit hängenden Schultern.

Das Publikum gibt Standing Ovation und ist vor Pfiffen und Jubelschreien kaum noch zu halten. „Na dann.“ lacht Elena ihre Slip-Freundinnen an. Voller Freude strahlen die Tangas um die Wette.

Was für ein schöner Tag, der Frieden hat gesiegt.

 

 

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